Business Process Manager (Hochschule)
Bessere Prozesse bedeuten größeren Erfolg
Ein Hochschulzertifikatsprogramm für Fachleute, die den nächsten Schritt machen wollen. Entwickelt und gelehrt in Partnerschaft mit change2target und der Hochschule Schmalkalden, kombiniert es Prozess- und Supply-Chain-Management mit KI.
Prozesse managen in einer Welt, die nicht stillsteht.
Prozesse, die vor drei Jahren gut funktionierten, sind heute möglicherweise nicht mehr zeitgemäß. Lieferketten sind komplexer. Kundenerwartungen verschieben sich schneller. Regulatorische Anforderungen nehmen ständig zu. Und Künstliche Intelligenz beginnt nicht nur zu verändern, was Prozesse leisten können, sondern auch, wie sie grundlegend aussehen müssen.
Für Fachleute, die in diesem Umfeld tätig sind, ist die Fähigkeit, operative Prozesse zu verstehen, zu gestalten und kontinuierlich anzupassen, keine Spezialqualifikation mehr. Sie wird zu einer zentralen Führungskompetenz.
Das zweisemestrige Hochschulzertifikatsprogramm an der Hochschule Schmalkalden, entwickelt und gelehrt in Partnerschaft mit change2target, wurde genau für diese Realität konzipiert. Es befähigt Fachleute dazu, Prozesse mit der Tiefe und Anpassungsfähigkeit zu managen, die heutige Organisationen tatsächlich brauchen.
change2target hat an der Entwicklung des Lehrplans mitgewirkt und ist seitdem aktiv in die Lehre eingebunden. Die Methoden im Kern des Programms — Lean Operations, agiles Prozessdesign, Supply-Chain-Management, Qualitätsmanagementsysteme und KI-Integration — sind dieselben Werkzeuge, die unsere Berater mit Kunden aus verschiedenen Branchen einsetzen. Dies ist operative Praxis, die lehrbar gemacht wurde.
Komplexität ist kein Problem, das man eliminieren kann. Sie ist eine Bedingung, die man managen muss.
Organisationen können sich heute nicht einfach durch Vereinfachung zur Operational Excellence durcharbeiten. Die Komplexität ist real und weitgehend unvermeidbar. Was sich verändert, ist die Kompetenz der Menschen, die sich darin bewegen.
Das Programm baut diese Kompetenz systematisch auf. Es umfasst Total Value Management und Operations-Grundlagen im ersten Semester und gibt den Teilnehmern einen rigorosen Rahmen dafür, wie Prozesse Wert entlang der gesamten Kette schaffen. Das zweite Semester geht über in Supply-Chain-Strategie, Digitalisierung und KI, Qualitätsmanagementsysteme und Change Management — und verbindet das grundlegende Denken mit den Technologien und organisationalen Dynamiken, die das Prozessmanagement von heute definieren.
Das KI- und Digitalisierungsmodul ist keine Übersicht über Trends. Es befasst sich damit, wie intelligente Automatisierung, Workflow-Systeme und datengetriebene Entscheidungsfindung neu gestalten, was Prozesse können und sollen. Die Teilnehmer lernen, diese Möglichkeiten in realen operativen Kontexten zu bewerten und zu positionieren — statt isoliert von den Systemen, die sie verbessern sollen.
Stefan Fischer kam mit langjähriger Erfahrung in der Pharmaindustrie zum Programm. Er absolvierte es und ist heute Geschäftsführer bei System Air, einem globalen Spezialisten für Lüftungstechnologie. Was er aus dem Programm mitnahm, war kein Werkzeugkasten, sondern eine Betrachtungsweise. „Ich kann Prozesse jetzt viel effektiver und vor allem ganzheitlich beobachten", sagt er. „Ich behalte die gesamte Wertschöpfungskette im Blick."
Diese Fähigkeit — das Gesamtsystem im Blick zu behalten, während man darin arbeitet — unterscheidet Prozessmanager, die dauerhafte organisationale Kompetenz aufbauen, von jenen, die ein Problem nach dem anderen angehen.
Berufsbegleitend studieren. Am nächsten Morgen anwenden.
Das Programm läuft über zwei Semester ohne Unterbrechung des Berufslebens. Selbststudienphasen wechseln sich mit Online- und Präsenz-Blockseminaren auf dem Campus in Schmalkalden ab. Kleine Studiengruppen halten den Kontakt zu den Lehrenden eng und ermöglichen es den Teilnehmern, reale Probleme aus ihren Organisationen mit in den Raum zu bringen.
Prof. Hubert Dechant, akademischer Leiter des Zentrums für Weiterbildung an der Hochschule Schmalkalden, bringt die zugrundeliegende Überzeugung klar auf den Punkt: „Damit Unternehmen langfristig bestehen können, brauchen sie wettbewerbsfähige Produkte. Das gelingt in der Regel nur, wenn sie kontinuierlich an ihren Potenzialen und Prozessen arbeiten."
Stefan Fischer erinnert sich an das Format als eine der prägenden Stärken des Programms. „Das Blocklehrformat ermöglichte es mir, Arbeit und Studium sehr effektiv zu kombinieren. Wir haben viel in kleinen Gruppen gearbeitet. Das hat echten Zusammenhalt geschaffen — sowohl während als auch außerhalb der Campusphasen."
Das Programm beginnt jeweils im Wintersemester. Die Plätze sind begrenzt.
